Zeit zum Cruisen. Und Cruisen macht man mit’m Fixie. Der Renner ist, sollte es nicht noch ein kurzes Aufbäumen des bisher deutlich zu wenig in Erscheinung getretenen goldenen Herbstes geben, bereits im Winterschlaf, der Cyclocrosser harrt noch immer im fernen Piefkinesien auf seinen Reisebeginn, der Singlespeeder ist zur reinen Arbeitsmaschine verkommen und das Mountainbike ist… eben das Mountainbike.
Der Winter, bei klarer, kalter Luft, noch vor dem ersten Schnee, grau in grau, ist die Zeit des Fixies. In chilligem Tempo, das einem auf jedem anderen Rad in den Wahnsinn treiben würde, durch die City kurbeln. Und manchmal, wenn sich eine Gelegenheit ergibt, der man einfach nicht widerstehen kann, kurz anhalten und sie für immer festhalten. Fixie. Pussy. Pretty.
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Teufelswerk. Wer den Schmafu erfunden hat, hat Radfahrer gehaßt und ein Mordinstrument ersonnen, das sich als „Trainingsgerät“ tarnt und unbescholtenen, harmlosen, immer freundlichen, liebenswürdigen, braven Rennradlern (so wie ich einer bin) auflauert, um sie auf perfide Art und Weise umzubringen, während sie glauben, etwas Gutes, Profimäßiges für sich und ihre Winterfitness zu tun.
Bereits beim ersten Anblick des komischen Dings hätte ich wissen müssen, daß das nicht gut gehen kann. Aber leichtgläubig und wagemutig wie ich manchmal zu gleichen Teilen bin, hab’ ich’s natürlich ausprobieren müssen. Und es innerhalb weniger Sekunden, ehrlich gesagt schon beim Aufsteigen, bereut:
Das Rad, plötzlich um Minimum fünf Rahmengrößen gewachsen, wehrte sich bereits beim Aufsitzen seiner Besitzerin und gab sich bei den ersten Pedalrunden wackeliger als ein Milchzahn. Meine allerersten Fahrradfahrversuche anno dazumal waren stabiler!
Nach schätzomativ vier Kurbelumdrehungen, zahlreichen hysterischen Kreischern und vor meinem geistigen Auge aufblitzendem Gehirnmatsch am Parkett und knackenden Genickknochen am Couchtisch hatte und habe (!) ich genug.
Wozu um alles in der Welt soll eine freie Rolle denn bitte gut sein? Ich mag’s, ohne Angst Radfahren zu können. Streß auf’m Zweirad hab’ ich schon genug, wenn ich mich täglich durch den Stadtverkehr manövriere – da brauch’ ich nicht indoor auch noch Horrorszenarien deluxe.
Mein Renner gehört festgeschnallt. So, daß er nicht weg kann, wenn ich auf ihm sitze. Auch im Stehen nicht. Ich möchte mich in den Sattel schwingen können, ohne mich in einen Türrahmen einklemmen oder an irgendwas anderem festhalten zu müssen. Ich mag nicht von links nach rechts schwanken und ständig die Angst im Nacken spüren, plötzlich mit einem 40er durch’s Wohnzimmer zu preschen, weil ich durch einen ungewollten Schlenker die Rolle verlassen hab’.
Nennt mich Mädchen, nennt mich Schisser, nennt mich, was immer ihr wollt. Aber mein mich festhaltender Minoura Trainer hat in einer freien Rolle keine, aber auch keine Konkurrenz gefunden. Bin doch nicht verrückt.
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Ohne Worte. Nur <3.
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Bin heute eine Menge Geld losgeworden – jedoch aus gutem Grund und mit einem breiten Grinser im Gesicht. Der lang ersehnte Crosser ist geordert! Seit Monaten raunze ich herum und liege allen, die nicht schnell genug weglaufen können, mit dem Wunsch nach einem Cyclocross-Rad in den Ohren. Problem bis dato: Rahmen entweder zu groß (hallo Ridley, es gibt auch Leben unterhalb von RH 51!) oder Bike schlichtweg zu teuer (sorry, 2.000 € ist für ein „Nebenbike“, das zumal Nummer sechs in der Zweiradsammlung ist, einfach nicht drin). Dank Kona lösten sich jedoch alle Troubles in Luft auf und demnächst steht oben abgebildete Schönheit in meinem ganz persönlichen Bikepark. Jetzt wird es definitiv Zeit für den dritten Michelangelo…
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Fragen kostet nichts, Umfragen sind also billig. Und daher beliebt. Wer ist die schlechtfrisierteste Schauspielerin, der erotischste Gewichtsheber? Duschen Sie nackt? Gehen Sie mehr als zehn Mal wöchentlich fremd? Sollen ORF-Moderatoren den Cent „Sent“ oder „Zent“ aussprechen? Und warum nicht „Kent“?
Auf Grundlage solch geistreicher, sozial relevanter und zuweilen brisanter Umfragen entstehen Bestenliste und Trend-Rankings, die uns helfen, in der heterogen-pluralistsich-postmodernen Welt den Überblick zu behalten und zeitgemäß zu agieren. Die Eventfarbe des Jahres (Blassmauve, Phettschwarz oder doch Popelgrün?), die Hautkrankheit des Jahres (die Schuppenflechte hat dem Vernehmen nach wieder gute Chancen; sieht nicht gut aus für die Krätze), und natürlich das Boxenluder des Jahres (Raum für eigene Eintragungen). Da ist es auch nicht mehr weit bis zu den geschätzten Focus-Rankings: die 100 besten Proktologen, die 100 besten Swinger-Clubs, alles für Sie getestet. Danke.
Achtung, es folgt ein Test. Nur bei einem – wirklich nur bei einem – der drei folgenden Umfrage-Ergebnisse handelt es sich um eine Erfindung:
# 20 Prozent aller Männer täuschen beim Onanierien den Orgasmus lediglich vor.
# 14 Prozent aller Hunde erkennen beim Fernsehschauen in Dieter Chmelar einen Artgenossen und markieren sofort das TV-Gerät.
# Nur 3 Prozent aller Frauen machen sich schön, um anderen zu gefallen.
Auflösung: Erfunden ist die Aussage Nummer … ach, egal.
Fragen kostet nichts, Antworten aber ebenso wenig. In einem ntv-Straßeninterview wurde ein Passant kürzlich hiermit konfrontiert: „In den Niederlanden wird BSE jetzt legalisiert. Was halten Sie davon?“ Antwort des Mannes nach längerem Grübeln: „Ja, ja, das kann man schon machen.“
Vielleicht hat der Mann recht.
Nachbemerkung: Bei einer repräsentativen Umfrage unter drei Lesern bewerteten 33,3 Prozent diese Kolumne als „amüsant“, ein Drittel fand sie „nicht amüsant“. Der Rest antwortete „weiß nicht“.
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Wenn der Liebste zuhaus ein Photostudio hat, kommt man nicht umhin, sich hin und wieder ablichten zu lassen. Meist drücke ich mich erfolgreich (überlasse das photographiert werden lieber photogenen Menschen), dieses Mal jedoch ließ ich mich relativ leicht damit ködern, in meinem Lieblingraddress und gemeinsam mit meinem Lieblingsrad (sorry, Singlespeeder, sorry, Mountainbike, sorry Fixie, sorry, Mörtl, ich mag Euch auch, aber hey, es kann ganz vorne nur einen geben) posen zu dürfen. Und -la voilà, anbei das Ergebnis. Übrigens: potentiell sichtbare Schweißperlen sind echt, das Photo entstand vielleicht 15 min nach Ende einer Ausfahrt (Klosterneuburg, Greifenstein, Wien, Klosterneuburg, Greifenstein, Mt. Hadersfeld, Klosterneuburg).
Mehr Post-Ride-Shots gibt’s übrigens hier.
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Zurück in österreichischen Gefilden – mit ein wenig Wehmut zwar, aber auch der Aussicht auf Großes. Es waren zwei wunderschöne Wochen im „hohen Norden“, bei denen unter anderem mein Liebster sein Händchen für Islandpferde bewies und den sonst gar nicht so kooperativen Senior Fengur (was ich ihm natürlich verheimlichte) mit Leichtigkeit an den Zügel stellte.
Erste Bilder vom Urlaub gibt’s hier, sowie beim Step.
More to follow!
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Nein, nein, nicht meine. Darüber, werte Gemeinde, hätte ich Sie schon informiert. Und einige von Ihnen mit Sicherheit auch eingeladen.
Die der Mieslers war’s. Party on auf Schloß Wilhelminenberg. Quasi die letzte Amtshandlung vor meinem Urlaub, den ich – lassen Sie mich kurz rechnen – in T minus 8 Stunden offiziell antrete.
Es geht in den hohen Norden, zurück zu den Wurzeln, mitsamt dem Liebsten und dem Rad im Gepäck. Langeweile kommt sicher keine auf, also warten Sie während der kommenden zwei Wochen gar nicht erst auf einen neuen Beitrag.
In diesem Sinne: frohes Hackeln, Ihr armen Teufel!
<Abwesenheitsnotiz ein>
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Singapore Airline Flug 226 nach New York.
Passkontrolle: Security:
Pass bitte!
Fluggast:
Moment, habe gleich
Security:
Pass bitte!
Fluggast:
Ich nix finden, bin Supaman.
Security:
Wie Supaman? Wie heißen Sie?
Fluggast:
Batman
Security:
Verarschen kann ich mich alleine. Ausweis
bitte!
Fluggast:
Muss in Koffer sein. Bin Supaman.
Security:
Ja, ja! Und ich bin Wonderwoman! Komm mal
mit, das wird mir zu bunt. Der Fluggast wird
abgeführt.
Fluggast:
Nein, ich nix böse, bin Supaman. Batman bin
Supaman.
Als man den Ausweis des Flugastes findet,
entschuldigt man sich in aller Form, nicht
ohne eine Ausweiskopie zu ziehen, denn sowas
sieht man selten:

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Endlich. Die erste, bekanntlich schwerste Million doch noch in den Dreißigern geschafft! Und so einfach aus dem Nichts. Weder war ich in der Jauch-Show, noch nehme ich an Glücksspielen teil. Ich habe das Leben einer anständigen Bürgerin (zwar im Exil, aber doch) geführt und Post bekommen, eine Mail von „die Direktoren Super De Lotto, die Abteilung der Preise“.
Die Direktoren schreiben mir „Die Mitteilung die Belohnung“.
Noch bin ich verwirrt vor Glück, mag ebendieses kaum fassen, endlich die Belohnung für all meine Mühen, welche auch immer: „Wir sind froh, Ihnen die Ziehung heute, mitzuteilen. Die Sieger Super de Lotto waren gestern bestimmt. Die Sieger waren erklärt, und Sie können die Liste auch anschauen auf unserer Web-Seite.“ Die Sieger bestimmt oder erklärt, was denn nun? Egal. „Sie haben, nach der Nummer seinen Passes, in die Kategorie B gewonnen. Sie waren für die Zahlung der Summe des Preises deshalb gebilligt 250.000,00 EUR in Bargeld, das auf Kredit nach REF gegeben ist. Der Nummer: AST341739DS. Die gewonnene Summe vom vollen Preis 1.500.000,00 EUR, allgemeinverständlich unter sechs (6) Sieger in die Kategorie B. Alle Teilnehmer waren durch den Computerstimmzettel unter 1.000.000 Namen gewählt. Die Gratulationen!“
Die Gratulationen! Die Gratulationen! Es ist also wahr. Ich bin allgemeinverständlich unter sechs (6) Sieger in die Kategorie B, ist doch klar, ist doch allgemeinverständlich. Mein Computerstimmzettel – welcher eigentlich? Ach, wer fragt das noch. Eineinhalb Millionen. Das ist eine Eins und eine Fünf mit vielen Nullen! Und bald fließt das Geld, ganz ohne Haken: „Ihre Mittel waren zur Rechnung des Finanzinstitutes auf Ihren Namen überwiesen. Wegen der möglichen Vermischung einiger Nummern und der Namen, wir bitten, damit Sie diese Belohnung vertraulich von der Gesellschaft aufgespart haben, bis Ihr Antrag auf den Preis bearbeitet sein wird, wird und Ihr Geld nicht überwiesen sein.“
Was? Nicht überwiesen? Vermischung einiger Nummern und der Namen? Bloß nicht! „Es – der Teil unseres Protokolles des Schutzes, um die doppelte Forderung zu meiden. Oder der unzuverlässigen Handlungen von den Teilnehmern diesen Programms.“ Ja, das leuchtet mir ein, nur nicht übertreiben. Sonst könnte ja jeder kommen und unzuverlässigen Handlungen vornehmen. Und mir meine Millionen stehlen! „Um die Forderung Ihnen reichen muß es sofort kontaktieren mit unserem Operator der Forderungen Per das Telefon, fax oder e-mail, die können Sie auf unserer Web-Seite finden.“
Aber schnell, schnell, sofort kontaktieren, ich will mein Geld. „Erinnern sich, Sie sollen in den Kontakt mit Ihrem Operator der Forderungen spätestens eintreten in einer Woche. Nach diesem Datum, werden alle Fonds wie uneinglost zurückgegeben sein.“ Nein, bitte, alles nur das nicht, nicht uneinglost zurückgeben, alles, nur nicht uneinglost. „Beachten Sie unnützen Verzüge und der Komplikationen zu meiden, bitte vergessen Sie nicht, Ihren Ref zu zitieren die Nummer in jeder Ihrer Mitteilungen Ihrem Operator. Außerdem soll eine beliebige Veränderung Ihrer Adresse dort sein. Verbinden Sie sich mit dem Operator der Forderungen so bald wie möglich.“ Nein, keine unnützen Verzüge, keine Komplikationen. Und keine beliebige Veränderung meiner Adresse. Auf keinen Fall, ich bewege mich nicht vom Fleck, bis ich die eineinhalb Millionen auf dem Konto habe.
Noch was? „Übernehmen Sie noch einmal unsere Gratulationen von ganzem unserem Befehl. Aufrichtig, der Direktor.“ Jawohl! Mein Dank auch von ganzem meinem Befehl. Aufrichtig, die Millionärin Inga.
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