Mein Samstag

Januar 31, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Alltag · Internet · Kunst · lustig
Mit Tag(s) versehen: , ,

Sovakia Exeriment – mehr Abenteuer als Rennen

Januar 10, 2010 · 2 Kommentare

n.t., originally uploaded by stephan mantler.

Freitagabend. Nach anhaltenden Schneefällen, die innerhalb weniger Tage rund einen halben Meter Neuschnee brachten, beginnt es zu tauen. Und zu regnen. Kein gutes Vorzeichen für das “Slovakia Experiment”, ein Singespeed/Fixed Gear-Rennen von Wien nach Bratislava.

Hektisches SMS versenden, heiße Diskussionen. Soll das Hello Kitty Racing Team an den Start gehen?

Samstagmorgenplan: Wir fahren zum Start und fällen die Entscheidung dort. Es ist kalt, feucht, aber das Abenteuer packt uns. Isa und ich machen uns auf den Weg vom Wiener Stephansdom durch die Stadt, hinaus durch den Prater auf die Donauinsel und schließlich gen Slowakei.

Die Donauinsel ist nur schwer zu passieren. Eine ca. 15 cm hohe Schneedecke, ungespurt, erst angetaut, dann wieder gefroren, sorgt für Stürze und ein Tempo nicht über 10 km/h. Man zweifelt bereits daran, die knapp 80 km nach Bratislava in unter 8 Stunden zurücklegen zu können. Der geplante Weg scheidet aus, wir steigen um auf die Bundesstraße, wo es schließlich recht zügig vorangeht. Isa und ich sind mit Mountainbike-Singlespeedern unterwegs, was für die Wetterbedingungen die wohl beste Lösung war. Allerdings lassen unsere Übersetzungen (Isa 44/17, ich 44/15) zu wünschen übrig. Auch der einsetzende Regen macht nichts besser, aber an Aufgeben ist nicht zu denken – v.a. Dingen nicht, nachdem uns unser “Taxi nachhaus” (die Liebsten Step und Lars) passiert, Fotos von den rasenden Kittys macht und so noch einmal für einen gehörigen Motivationsschub sorgt.

Nach allerkürzester Orientierungslosigkeit in Bratislava selbst (durch enge, alte Gassen mit urigem Kopfsteinpflaster) kommen wir nach knapp 3 1/2 Stunden schließlich ins Ziel. Völlig durchnäßt, aber zufrieden. Umziehen am Klo (resp. mitten im Gastraum; Isa, Du toughe Mieze!), heißer Tee, Räder auseinanderschrauben und nichts wie ab ins Auto und nach Hause.

Ein cooles Event! Dank geht an Fixed Gear für die lässige Organisation und die zwei allerallerbesten Betreuer, wo gibt. :)

Mehr Photos vom The Slovakia Experiment:
Aus dem Begleitfahrzeug (Stephan Mantler)
Aus dem Begleitfahrzeug II (Lars Eberhart)
Der Start am Stephansplatz (Johann Wernhart)
Checkpoint II und Preisverleihung in Bratislava (Benjamin)

→ 2 KommentareKategorien: Fixed Gear · Sport
Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , , , ,

The Story of Antrieb.com

Januar 5, 2010 · 1 Kommentar

Es ist Oktober. Die kalte Jahreszeit deutet sich bereits in sich rot färbenden Blättern und frischen Temperaturen an. Traurig bereitet man sich auf den Abschied vom Rennrad vor. In Zukunft braucht man anderes Material, will man sich draußen auf zwei Rädern vorwärtsbewegen. Mountainbike. Hmm. Ich mag meines nicht sonderlich. Was nicht am Radl selbst liegt. Cannondale Hardtail, schönes Teil, aber halt dick und schwer und so gar nicht wie mein Wilier. Ich bin halt kein Gatschbiker, werde es nie sein. Mein Herz hängt an schmalen Reifen und fragilen Rahmen. Ach wie gut, daß man mich auf die Idee des Cyclocrossers bringt! Ein solcher vereint den Look des Renners mit der Schlechtwettertauglichkeit eines MTB – und ist genau das, was ich im Winter zum Spaßhaben brauche. Radtechnisch, jetzt.

Ich suche und informiere mich und finde schließlich das KONA Dew Drop. Es erobert mein Herz im Sturm und wird geordert – bei ANTRIEB.COM in Dresden.

Und nun: Lasset die Odyssee beginnen!

Ich bestelle (3.10.2009), bekomme die Bestellbestätigung (5.10.2009), überweise das Geld (9.10.2009), bekomme die Bestätigung (30.10.2009, sagt, das Geld ging am 16.10. am Konto ein), ich warte – und bekomme nichts.

Nicht einmal eine Nachricht von Antrieb.com. Die rühren sich nicht und antworten auch nicht auf eMails. Anrufen können sie nicht entgehen, sich aber am Telefon ‘rausreden. Kona hätte Lieferschwierigkeiten, etc.pp.

Nach den ersten versäumten Cyclocross-Rennen kontaktiere ich schließlich KONA Europe direkt. Die sind sehr freundlich, sagen, sie hätten von Antrieb.com bereits die Bestellung bekommen, allerdings noch kein Geld. KONA schreitet ein, nichts passiert.

Dasselbe Spiel im Dezember. Diesmal schickt KONA einen Mitarbeiter zu Antrieb.com in den Shop. Nach einer Woche hat KONA das Geld, der Rahmen macht sich auf den Weg.

Schweigen seitens Antrieb.com.

Der Liebste schickt ein Mail nach Dresden. “Ja, ja, Rad schon da, Rad schon unterwegs, SPÄTESTENS am 4.1. ist es in Wien.”

Heute ist der 5.1. Ratet, was nicht da ist.

Ich schreibe KONA. Dort ist man entsetzt. Peinlich berührt auch ob des schlechten Lichts, das auch auf sie fällt. Man ist bemüht, sich zu entschuldigen, verspricht, mir ein KONA Jersey zu schicken – als Trostpflaster.

In der Mittagspause rufe ich Antrieb.com an. Ihre Reaktion? Noch immer kein “Sorry, tut uns leid”, stattdessen wüstes und lautes Argumentieren inklusive “Jetzt rede ich!”. Klar, sowas lasse ich mir nicht bieten. Ich lege auf. Donnerstag telefoniere ich mit meinem Rechtsschutz in Deutschland. Kenne ich jemanden in Dresden, den ich dort mal vorbeischicken könnte zwecks “auf den Tisch hauen”? Leider nein.

Fazit:
Seit VIER Monaten hat Antrieb.com mein Geld, ohne mir die bezahlte Ware zu liefern. In VIER Monaten sagen sie nicht EINMAL, daß ihnen die ganze Sache leid tut, sondern meinen am Telefon auch noch, daß ich ja wohl für das Geld nicht erwarten könnte, daß das alles perfekt abläuft. seit VIER Monaten kontaktiere ich SIE, Antrieb.com selbst schreibt mir aktiv nicht EIN EINZIGES Mail oder ruft EIN EINZIGES Mal an.

Seit VIER Monaten weiß ich, daß ich NIE WIEDER bei Antrieb.com irgendwas bestellen werde und auch JEDEM ANDEREN davon abrate, diese Dilettanten anzusteuern.

→ 1 KommentarKategorien: Sport
Mit Tag(s) versehen: , , , , , , , , , , , ,

Rrrrrrrrrring!

Januar 2, 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Erinnert Ihr Euch? Früher gab es keine Handys. Also, so ganz ganz früher. Das erste Funktelefon tauchte dann so in den achtziger Jahren bei Dallas auf. Der fiese JR ritt, mit einem großen Metallkoffer bewaffnet, in die Wüste hinaus, wo es ja nachweislich keine Telefonzellen gibt, um von dort aus seine fiesen Machenschaften zu organisieren.

Etwa zehn Jahre später begab sich mein damaliger Chef, der einen ähnlichen Hut wie JR sein eigen nannte, auf Dienstreise, und trug, an einem Schultergurt umgehängt, ein Gerät von der Größe eines Röhrenverstärkers mit sich, damit er aus der Bahn seine Geschäfte erledigen konnte. Wenn er mit seinem Porsche unterwegs war, benutzte er immer sein Autotelefon, denn so was besaßen sie damals schon alle, die Schönen, die Reichen und die Tatortkommissare. Wirklich wichtige Menschen legten im Restaurant ihr Handy demonstrativ neben den Teller, um sich im Zehnminutentakt von dem eigens dafür engagierten Service anrufen zu lassen (so etwas soll es damals tatsächlich gegeben haben.)

Das ist alles Geschichte. Heutzutage besitzt jeder Erstklässler ein Mobiltelefon. Mit Handys können wir fotografieren, Filme drehen, im Internet surfen, SMS’en.

Man kann sich ein Leben ohne Handy kaum noch vorstellen. Nur dunkel erinnere ich mich an Telefonzellen in ICEs, von denen aus man seine Verwandten über mehrstündige Zugverspätungen in Kenntnis setzen konnte. Es sei denn, sie standen bereits händeringend und besorgt, dafür aber gänzlich unerreichbar auf dem Bahnsteig. Urlaubsreisen in die nordische Tundra, auf denen man für die Verwandten einfach weg war, und erst nach zwei Wochen das erste Lebenszeichen von sich gab. Besucher, deren Brieftasche man bereits fünf Minuten nach ihrer Abreise auf dem Garderobenschränkchen fand, die man aber erst wenn sie Stunden später zu Hause eingetroffen waren informieren konnte, daß sie ihre gesamten Barbesitztümer hatten liegen lassen.

Zugegeben, praktisch sind sie schon irgendwie, diese kleinen Vielzweck-Wunder. Früher mußte ich in öffentlichen Verkehrsmitteln die Zeit mit Zeitung lesen totschlagen, heute spiele ich einfach eine Runde QuadraPop.

Dank der nahezu hundertprozentigen Abdeckung unseres Heimatlandes mit Mobiltelefonen nimmt man auch viel intensiver am Leben seiner Mitmenschen teil. Früher fand die Auflösung einer Beziehung gerne im heimischen Wohnzimmer statt, heutzutage kann man das auch beim Shoppen erledigen oder während man auf den Bus wartet. In der Straßenbahn kann man dann schon Kontakt mit dem nächsten potentiellen Lover aufnehmen – und das alles unter den Ohren der staunenden Öffentlichkeit.

Ein Kapitel für sich sind ja die allseits beliebten Klingeltöne. Mein erstes Handy hatte genau zehn verschiedene zur Auswahl, die alle irgendwie gleich schepperten, so daß ich es ließ, wie es eingestellt war. Am Anfang fiel ich damit nicht sehr auf, aber als mein (immerhin mit einem Designpreis ausgezeichnetes, da optisch ansprechendes) Handy in die Jahre kam, dudelten um mich herum die aktuellen Hits, Bachs Brandenburgische Konzerte, Ravels Bolero, Verdis Triumphmarsch aus Aida…

Zum Glück gab es bei meinem alten Handy auch nicht die Möglichkeit, neue Klingeltöne herunterzuladen. Ich hätte mich auch gar nicht entscheiden können: Nehme ich lieber Beethovens Pastorale (= gebildet), die Internationale (= mutig, konfliktbereit) oder “Disturbia” (= hip, modern und trendbewußt)?

Mein neues Mobiltelefon läßt diese Möglichkeit zu, ich bin kurz davor schwach zu werden. Wenn man der Werbung glaubt, lebt man auch völlig hinter dem Mond, wenn man nicht mindestens zwei- bis dreimal täglich den Klingelton wechselt. Galt früher das Gerät selbst als Indiz für Ruhm und Reichtum, so ist es heute die akustische Vielfalt, mit der man es bimmeln lässt. Bei den Preisen, die man dafür zahlt, ist ein Klingelton-Abo ein echtes Statussymbol!

Andererseits hat die Vielzahl der Möglichkeiten den Vorteil, daß jeder sein Gerät an der Stimme erkennt und nicht fünf Leute ihre Handys aus der Tasche ziehen, wenn irgendwo im Seminarraum das Universalstandardklingeln ertönt. Heutzutage geht dann keiner mehr dran, weil sich die meisten Leute nicht erinnern können, welches Klingeln ihr Gerät heute von sich gibt. Da wäre ich dann wieder mit meinem altertümlichen Jallern im Vorteil, denn das hat außer mir mit Sicherheit keiner.

Manchmal aber träume ich von früher, und dann schalte ich mein Handy einfach aus. Wer was von mir will, muß auf meine Mailbox oder meinen Anrufbeantworter sprechen, oder warten, bis ich wieder zu Hause bin.

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Alltag · Blabla · lustig
Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Happy New Year!

Januar 1, 2010 · 1 Kommentar

→ 1 KommentarKategorien: Blabla · lustig
Mit Tag(s) versehen: , , , ,

Soll haben.

Dezember 29, 2009 · 2 Kommentare

Manchen Tages sieht man sich mit diesen Situationen konfrontiert, in denen man sagt, daß man “sollte”.

Sieht man eine alte Frau eine schwere Tasche tragen, sollte man ihr eigentlich tragen helfen. Hat eine gute Freundin einen unerwarteten Karrieresprung hinter sich gebracht, sollte man eigentlich einen trinken. Fühlt man sich allein, sollte man hinaus gehen und etwas unternehmen, jemanden treffen.

Sollte man aber überhaupt sollen?

Pragmatisch betrachtet ist Sollen das Gegenteil vom Tun. Hätte man getan, müsste man nicht sollen. Finanziell betrachtet ist das Soll das Gegenteil vom Haben. Provokant reduziert: Wer soll, hat wohl nicht.

“Man sollte” bedeutet, daß man nicht hat bzw. nicht tut. Ein Kollege ist seit einigen Monaten der festen Überzeugung, er sollte sich das Rauchen abgewöhnen. Eine Freundin glaubt zu wissen, dass sie umziehen sollte. Ich weiß, ich sollte das Radshoppen lassen.

Warum wir alle es nicht tun, steht in den Sternen.

Würden wir nicht sollen, sondern würden wir haben und tun, hätten wir ja nichts mehr vor uns. Man sollte nicht nur sollen, man muß sogar.

Würde ich nicht mit dem Shoppen aufhören sollen, würde ich ja bereits aufgehört haben. Dann müsste ich etwas anderes sollen. Würde ich sowohl mit dem Shoppen aufgehört haben, als auch etwas anderes tun, würde ich sicherlich etwas drittes sollen. Und endlos geht es weiter.

Mein Soll ist somit quasi mein potentielles Haben.

Jetzt, hier und in diesem Moment könnte ich in meine Soll-Ecke Verschiedenes hineingeben. Zum Beispiel mein Geld verstecken. Oder endlich Ordnung auf meinem Schreibtisch schaffen. Oder staubsaugen. Oder mehr wirklich genießen. Oder stricken lernen.

Wenn man sich solche Gedanken macht, “sollte man eigentlich eine Therapie machen”. Oder zumindest seine Gedanken aufschreiben. Hiermit geschehen. Wieder ein Punkt auf der Haben-Liste.

→ 2 KommentareKategorien: Blabla
Mit Tag(s) versehen: , , ,

Viele Gesichter

Dezember 20, 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Sonntagabendbeschäftigung mit viel Lachen und einer Menge Spaß. Step und ich fahren, wie man sieht, nicht nur Rad, sondern kennen dank einer Menge Tatendrang und der Abstinenz eines Fernsehers auch noch zahlreiche andere Freizeitbeschäftigungen. Zugegeben, das Video erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, so haben wir unter anderem das Wintergrillen, Lesen, auf der Couch knautschen und Maroni rösten vergessen, immerhin läßt uns dies aber die Option auf ein trendiges Sequel offen.

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Internet · lustig
Mit Tag(s) versehen: , ,

Frauenprobleme

Dezember 5, 2009 · 2 Kommentare

Nee, eigentlich gar nicht. Angeregt durch den Herrn Rennradfahrer machte ich mir Gedanken um den Bike-Kauf aus Sicht einer Frau und kam zu dem Schluß, daß mich eigentlich die typischen Frauenprobleme, sprich falsche Geo und zu große Rahmenhöhe, kalt lassen. Was mich nicht kalt läßt, sind Frauenbikes. Also doch ein Frauenproblem?

Aber der Reihe nach.

Ja, ich bin klein. Mit nicht einmal 1,60 m schwing’ ich mich natürlich nicht auf einen 52er oder 54er Rahmen. Meine stilsichere Vorliebe für italienisches Material hingegen bringt mich auf die sichere Seite. Italiener sind klein, glauben das von allen anderen auch, und bauen ihre Wiliers z.B. schon ab XS (48 cm).

Desweiteren habe ich das Glück, daß ich im Verhältnis zu meinem Oberkörper recht lange Beine habe, was mir bei der Geometrie entgegen kommt. Kleiner Lenker (36er von Specialized), kurzer Vorbau – und geht schon.

Fazit: Ich passe auf Herrenbikes mit dezenten Modifikationen. Aber Rennräder kauft man ja eh in Teilen. Ich zumindest.

Bei meiner Radsuche (als Typ “Sammler” suche ich recht häufig) sind mir natürlich auch schon spezielle Damenräder untergekommen. Die jedoch sind IMHO zum einen totaler Marketing-Nepp, und zum anderen sowas von häßlich und degradierend, daß man sich damit ja nirgends sehen lassen kann.

Tiefes Oberrohr? Klar, hatte meine Oma auch.
Blümchendekor? Damit wirkt man beim Glocknerkönig sicher wie ein ernstzunehmender Gegner.
Dreifachkurbel? Stylepolizei, bitte verhaften Sie den Besitzer.
Kompaktkurbel? Peinliche Entschuldigung für zu wenig Training.

Und beantworten Sie mir mal eine Frage: Warum kostet ein Alu-Damenrenner mit Shimano Sora (!) 1.500 Euro oder mehr, während ein genauso ausgestattetes Radl in der regulären Männervariante nicht einmal die Tausender-Schallmauer durchbricht (es sei denn, auf dem Rahmen steht Specialized, Kuota oder KTM – aber das ist ein andere Geschichte)? Wenn das keine Abzocke ist…

Irgendein geschickter Marketing-Dodel hat’s ersonnen und schon fährt die konsumgeile Radsportwelt darauf ab. Die Emanzen unter den Radfahrerinnen haben’s ja eh gern ein wenig individuell und vor allen Dingen “speziell auf die Bedürfnisse der weiblichen Anatomie abgestimmt”. Weil auf einem Herrenrad gibt’s ganz böse Kreuzweh, man kommt mit den kleinen Händchen nicht zu den Bremshebeln und sowie sitzt “Mann” ganz anders am Radl als “Frau”. Eh klar. Wenn man’s nur oft genug sagt, glaubt’s auch jemand. In diesem Fall glauben’s genug, sonst würde das Angebot an floral bepinselten, mega-sloping designten, subklassisch ausgestatteten Rennern zu überhöhten Preisen nicht stetig wachsen.

Ich brauch’ keine “Damengeometrie”, obwohl ich mit meinen Körpermaßen in den Köpfen geifernder Produktmanager sicher zur Idealzielgruppe zählen würde. Selbst mir kurzem Menschlein paßt ein Herrenrad. Darüber sollte man resp. frau mal nachdenken, bevor Geld für einen Modetrend aus dem Fenster geworfen wird.

PS: Mein Mountainbike hat übrigens sogar einen M-Rahmen – ich mag nicht so “gestaucht” sitzen…

PPS: Ich weiß, ich werde den Zorn einiger Leser auf mich ziehen, die versuchen werden, mich eines “Besseren” zu belehren. Sorry, Leute, ich sag’ Euch schon jetzt: in diesem Punkt bin ich stur.

→ 2 KommentareKategorien: Blabla
Mit Tag(s) versehen: , , , , , ,

The KONA Story

Dezember 4, 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Wie der geneigte Leser meines Blogs weiß, habe ich mir vor geraumer Zeit, genauer gesagt Anfang Oktober, einen KONA Cyclocrosser bei einem deutschen Fahrradhändler namens “Antrieb.com” bestellt. Tolles Schnäppchen, weil Vorjahresmodell, hübsche Farbe und noch viel besser: ihn gab’s in meiner Rahmengröße. Geld wurde überwiesen, Mitte Oktober bekam ich die Bestätigung, daß die Kohle am piefkinesischen Konto eingetroffen war, und hofte von da an, das neue Radl in Kürze in meinen Händen zu halten. Dem war allerdings nicht so. Antrieb.com rührte sich nicht mehr. Kein Mail, kein Anruf, nix. Nach zahlreichen Mails und Anrufen meinerseits dann eine Nachricht aus Dresden: Es gäbe den Crosser nicht mehr in der bestellten Farbe. Ob ich auch eine andere nehmen würde. Ich sagte sofort ja – “Wenn Sie das Bike denn nun endlich schicken!”. “Klar, kein Problem, nächste Woche sollte es bei Ihnen sein.” ‘Nächste Woche’ war übrigens bereits die dritte (!) Novemberwoche, in der ich natürlich nicht zuhause war. Also Adresse ändern. Dann eben nicht in die Leitgebgasse, sondern in die Donaucity mit dem KONA! Egal, hauptsache es kommt. Die Hoffnung zerschlug sich jedoch schnell. Das einzige, was nach Wien kam, war meine Wenigkeit – mit dem Flieger aus dem piefkinesischen Fronturlaub. Also wieder bei Antrieb.com anrufen. Ja, sorry, es täte ihnen leid, aber KONA würde einfach nicht liefern. “Wie wär’s, wenn Sie mich über solche Schwierigkeiten INFORMIEREN würden?!”, pflaumte ich den Typ am anderen Ende der Leitung an. Meine Geduld war echt am Ende.

Es wurde Ende Novemvber – kein Cyclocrosser. Es wurde Anfang Dezember – kein Cyclocrosser. Und neuerding noch weniger Reaktion (kaum vorstellbar, aber wahr) von Antrieb.com. Ich setzte Deadlines. Wenn bis zum Datum xy, dann Anwalt. Es warat wegen der Kohle und so. Nix. Vorletzter Ausweg vor dem Einschalten meiner Rechtschutzversicherung ein Schreiben an die KONA Vertretung Austria in der Schweiz. Zwei Stunden nach Absenden meiner eMail Antwort von Frau Daniela Rainer:

Hallo Frau Stumpf,

herzlichen Dank für Ihre Email. Wir haben diesen Vorfall mit Antrieb.com abgeklärt und das Fahrrad wird umgehend zugeschickt. Es sollte somit bis spätestens Mitte nächster Woche dort ankommen. Könnten Sie mir nur bitte noch kurz die Grösse bestätigen, damit wir auch das richtige Fahrrad versenden. Antrieb hat uns versichert, dass er Ihnen das Bike dann sofort zukommen lassen wird.

Es tut mir leid, dass sich dieser Einkauf etwas schwierig gestaltet hat, hoffe aber, das hiermit die Abwicklung ohne weitere Probleme von statten gehen wird und Sie viel Freude mit dem Kona Dew Drop haben werden!

Sollten Sie weitere Hilfe benötigen oder Fragen haben, bitte wenden Sie sich jederzeit gerne an mich!

Herzliche Grüsse
Daniela

Daniela Rainer
Kona Distribution SA
www.konaworld.com

Merci, KONA. Auf Euch ist Verlaß.

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Blabla · Sport
Mit Tag(s) versehen: , ,

Offener Brief

Dezember 3, 2009 · 1 Kommentar

Lieber Stadtschlampenmountainbiker von heute früh.

Ich hoffe, es hat Deinem Ego gut getan, einen Rennrad-Fahrer, der zudem eine Frau ist, und nur einen Gang am Radl hat, vier Mal an einer roten Ampel zu überholen. Da ist man schon echt cool und so richtig Pro-mäßig drauf, wenn man sich da vorbeizwängt, das irre Hupen von scharf bremsenden Autofahrern in Kauf nimmt und der blöden Schnecke in dem scheiß Radtrikot mal so richtig zeigt, wie der Hase läuft. Macht da einen auf Tour de France-Teilnehmer in der engen Spandex und mit den komischen Pedalen, die eigentlich gar keine sind.

Doof nur, daß “die blöde Schnecke” keine 20 Sekunden brauchte, um den Rückstand, den sie sich aufgrund der Beachtung der Straßenverkehrsordnung eingehandelt hat, gut zu machen und sich bei zurückgelehnter Kadenz locker vor einem platziert. Aber hey, die nächste rote Ampel kommt bestimmt.

Ich hätte ja spätestens nach dem ersten Überholtwerden aufgegeben. Aber Du, mit Deinem unsagbaren Durchhaltevermögen, hast tapfer weitergemacht und es offenbar erst bei Versuch Nummer 4 so dermaßen degradierend gefunden, daß Du Dir, schwitzend, röchelnd, die Idee mit dem Handy (wichtiger Anruf und so) hast einfallen lassen. Smarter Junge. Das hat Dich gerettet. Du wurdest, zumindest beim letzten Mal – und das ist ja das einzige, das zählt – nicht überholt, Du hast überholen lassen. Paßt. Der Tussi hast Du’s gezeigt.

Spielen wir morgen wieder?

→ 1 KommentarKategorien: Alltag
Mit Tag(s) versehen: , , , , ,