Beiträge vom Oktober 2008

Haider – Verschwörungstheorien auf Kärntnerisch

Oktober 23, 2008 · Kommentar schreiben

Jörg Haider, innig geliebter Landeshauptmann Kärntens und auch sonst ein politisch recht aktiver Mann, starb am 11. Oktober 2008 bei einem Autounfall. Gerüchte und Geschichten kamen schnell in Umlauf, in denen es heißt, Haider wäre sturzbetrunken (immerhin 1,8 Promille) hinterm Lenkrad gesessen. Eine Schmach für alle echten Fans, die als Antwort auf derartige Darstellungen sofort damit begannen, Verschwörungstheorien zu ersinnen.

Es hätte Terrordrohungen aus islamistischen Kreisen“ gegeben, so BZÖ-Landesparteiobmann Stefan Petzner am 29. September in einer OTS-Aussendung:

„Die Bedrohung durch radikale Islamisten wird immer größer. Nun ist eine Liste mit potentiellen Terrorzielen in Österreich aufgetaucht. Aus dieser Terrorziel-Liste geht hervor, dass auch Landeshauptmann Haider bedroht wird, er gehört zu den gefährdeten Personen.“

Erst belächelt, machen sich jetzt allerdings auch erste Zweifler ihre Gedanken um den Wahrheitsgehalt dieses Statements. Vor allen Dingen nach dem jetzt veröffentlichten Bericht auf der Website der Islamistischen Föderation in Wien, die eine merkwürdige, nicht ganz unbedeutende Formulierung enthält:

„Am 11. Oktober 2008 wurde Jörg Haider bei einem Autounfall in Klagenfurt verunglückt.“

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Dinge, die man vermutlich mal wußte, aber wieder vergessen hat

Oktober 15, 2008 · Kommentar schreiben

# Geld ist nicht aus Papier, sondern Baumwolle.

# Gibt man eine Rosine in ein Glas mit frisch eingeschenktem Champagner, wird sie ununterbrochen im Glas von unten nach oben schwimmen.

# 40% von dem Profit von McDonald’s entstammen dem Verkauf von Happy Meals.

# Der Punkt im dem Logo von 7Up ist eine Hommage an den Erfinder der Getränks – er war Albino und hatte rote Augen.

# Jeden Tag werden durchschnittlich in Krankenhäusern 12 Neugeborene den falschen Eltern mitgegeben.

# Warren Beatty und Shirley MacLaine sind Bruder und Schwester.

# Schokolade ist für Hunde tödlich.

# Orcas töten Haie, in dem sie wie ein Torpedo von unten in deren Bauch stoßen; das läßt die Haie „explodieren“.

# Viele Lippenstifte enthalten Fischschuppen.

# Donald Duck Comics waren in Finnland eine Zeit lang verboten, weil Donald keine Hosen trug.

# Um 1830 wurde Ketchup als Medizin verkauft.

# Leonardo da Vinci konnte gleichzeitig mit einer Hand schreiben und mit der anderen malen.

# Weil während des Zweiten Weltkriegs Metall rar war, wurden in dieser Zeit die Oscars aus Holz hergestellt.

# In den Casinos von Las Vegas gibt es keine Uhren.

# Vor dem Buch „Peter Pan“ wurde der name „Wendy“ nirgends schriftlich erwähnt.

# Im englischen Wörterbuch gibt es keine Begriffe, die sich auf „orange“, „purple“ und „silver“ reimen.

# Leonardo Da Vinci brauchte zehn Jahre, um Mona Lisas Lippen zu malen.

# Die Maske von Michael Myers im original „Halloween“-Film war eine Captain Kirk-Maske, die der Maskenbildner weiß angemalt hatte.

# Das erste Produkt, das Motorola entwickelte, war ein Kassettenspieler für Autos. Zu der Zeit war das bekannteste Kassettenrekorder am Markt der „Victrola“, also nannten sie sich „Motorola.“

# Sellerie hat „negative Kalorien“: Der Körper benötigt eine größere Energiemenge, um ihn zu verdauen, als Sellerie selber liefert. Das gleiche gilt für Äpfel.

# Wenn man beim Zwiebelschneiden kaugummi kaut, muß man nicht weinen.

# Das Guinness Buch der Rekorde hält den Rekord, das am meisten aus Büchereien gestohlene Buch zu sein.

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To Skate or not to Skate?

Oktober 14, 2008 · 1 Kommentar

Ja, ja, das Alter. Mittviertziger tanzen in Teenie-Clubs und sehen in ihrem „Ich-schlag-den-Jahren-ein-Schnippchen“-Kostüm nur mehr lächerlich aus. „Für mich nicht“, dachte ich schon damals und nahm mir bereits vor einer Dekade vor, niemals zu diesen traurigen Gestalten zu gehören, die das Ticken ihrer Uhr einfach verdrängen.

Jetzt bin ich 30 und habe verdammt große Lust darauf, Skateboard zu fahren. Es muß ja auch gar nicht mit Tricks sein (Ollies und wie die alle heißen), sondern einfach nur so chillig und lässig herum cruisen. In der Mittagspause oder so. Dann könnte ich auch wieder meine Flamingo-Vans anziehen. Und die schwarzen Cargo-Pants. Oder tragen true Skaters jetzt nur mehr Röhrenjeans?

Anyway, ist das zu peinlich? Ein wenig komisch komme ich mir ja schon vor, in einen von diesen ultracoolen Skateshops zu gehen und wie ein völliger N00b darzustehen, während nebendran 14-Jährige über die Vorteile von Canadian Maple Decks im Gegensatz zu asiatischem Holz philosophieren. Aber zum Sports Experts gehen und mir ein Billig-Brett zu kaufen, das beim ersten Steinchen eine Vollbremsung hinlegt, bei der ich mir mindestens zwei Knochen breche, das will ich auch nicht. Also Augen zu und durch. Ich kann ja behaupten, es ist ein Geschenk. Oder ich schick’ den Liebsten, den sowas ja gar nicht kratzt. Und wenn der sagt, daß es ein Geschenk ist und er keine Ahnung hat, ist’s ja nicht mal gelogen.

Kategorien: Freizeit · Sport
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Service ist Vergangenheit

Oktober 13, 2008 · Kommentar schreiben

Ich weiß ja nicht, ob Ihnen das schon aufgefallen ist. Vielleicht bin ich die einzige, die das merkt. Wenn man Dinge erzählt oder beschreibt, die gerade passieren, dann benutzt man dazu meist das Präsens. Also zum Beispiel „Ich geh’ mal schnell Zigaretten holen“ als Abschiedsfloskel, wenn man just dabei ist, seine Beziehung zu beenden.

Im Dienstleistungs-, allen voran im Servicebereich der Gastronomie läuft das aber irgendwie anders. Da ist man zum Beispiel in einer Bar und sagt dem Kellner, was man will. Und der antwortet ohne Aufzusehen während des Notierens der Bestellung auf einem Block: „Sie wollten den Caipirinha, richtig?“ Wollten? Wieso wollten? Ich will ihn immer noch! Ist ja gerade mal 30 Sekunden her, daß ich ihn mir ausgesucht habe! Und wenn der Cocktail dann an den Tisch gebracht wird, dann sicher garniert mit der Frage „Wer bekam den Caipirinha?“ Noch hat ihn keiner bekommen, kann man in solchen Fällen nur antworten, aber ich wäre sehr dankbar, wenn man ihn zu mir stellen könnte!

Aber das ist ja lange noch nicht alles. Man geht in ein Restaurant und sagt am Entrée: „Guten Abend, ich habe einen Tisch für vier Personen bestellt.“ Und als Antwort des Empfangschefs bekommt man zu hören „Natürlich. Wie war Ihr Name?“ Ich habe seit der Reservierung weder geheiratet, noch eine Namensänderung behördlich vollziehen lassen oder wurde ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen. Mein Name ist also immer noch derselbe. Und sowieso: Was hätte den Herrn interessiert, wie mein Name war? Ich würde ja sowieso nicht auf den Mädchennamen meiner Mutter oder was auch immer, sondern immer auf meinen aktuellen reservieren. Oder?

Imperfekt der Höflichkeit, schimpft sich das alles. Und er findet seinen Höhepunkt im Proll-Beisl: „Waren Sie das Schnitzel mit Pommes?“

Soll freundlicher klingen, nicht zu persönlich und distanziert höflich. Aber mal ganz ehrlich: Ist das nicht alles total merkwürdig? Da gehe ich das nächste Mal doch lieber wieder in diese schräge Bar im ersten, wo der Kellner aus Thailand einfach nur sagt: „Was wollen trinken?“

Kategorien: Alltag · Blabla · Freizeit
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