Meine neue Liebe heißt Diana. Nein, nein, kein Grund für Eifersüchteleien, sie reiht sich weit hinter Menschen und Räder, aber durch ihren Status „neu“ genießt sie aktuell mehr Aufmerksamkeit als, sagen wir, mein Mountainbike.
Wer oder was ist Diana?
„Diana“ ist der Name einer spottbilligen 120er Kamera, die von der „Great Wall Plastics Factory“ – einer kleinen Firma in Hongkong – in den 60er Jahren erstmals eingeführt wurde. Die Produktion wurde aber leider nach nur kurzer Zeit wieder eingestellt. Als hoch gelobtes Werkzeug von Künstlern und Avantgarde Fotografen, erlebte die Kamera aber einen stürmischen Erfolg: Ihre sanften und verträumten Bilder zeichnen sich durch genial gesättigte Farbtöne, überraschende Unschärfen und unberechenbare Kontraste aus. Unter den zahlreichen Diana-Liebhabern findet man bekannte Namen wie Mark Sink, Allan Detrich und Tony Lim.
Die Diana ist in vielerlei Hinsicht die Schwester der Holga: Wenn man Holga-Bilder als „Medium Rare“ bezeichnet, sind Diana-Photos sicher “Totally Uncooked” und um einiges markanter.
Nach knapp 30 Jahren Stop der Diana-Produktion gibt es nun das Grand Comeback der Dame! Lomography produziert und vertreibt die Diana F+ seit einiger Zeit und ich habe zugeschlagen. Meine erste Lomo-Kamera und die ersten Analog-Gehversuche seit der Leica meines Vaters anno 1986! Anbei das erste vorzeigbare Ergebnis unter zehn Fehlversuchen. Unautomatische Belichtungszeiten sind ein Hund. Aber das wird schon noch. Ganz sicher.


























