Nach langer Abstinenz habe ich gestern wieder begonnen, mit Photos zu „spielen“. Objekt der Begierde waren Bilder vom letzten Wochenende sowie einige tragisch-schöne Anblicke aus dem 5. Bezirk. Mit verschiedensten Texturen (zum Großteil in mühsamer Kleinstarbeit selbst erstellt: In der schönsten, klassischsten Handschrift weise Dinge auf Papier gebracht und abfotografiert, das große Texturen-Archiv ganz hinten im Photoordner durchwühlt, etc.pp.) bin ich den Bildern zu Leibe gerückt und das Ergebnis kann sich imho relativ gut sehen lassen.
Fragt sich nun, ob das ein temporäres Intermezzo oder tatsächlich wieder die Lust am Basteln zurückgekehrt ist. Wenn letzteres, dann bin ich wieder auf der Suche nach Modellen. Nackerte zu mir!
Sie ist jetzt offiziell eine MILF: Hello Kitty ist 35 geworden! Ein Grund zu feiern. Und das nicht nur für mich, die ich seit Jahren dem herzergreifend süßen Gesichtchen der japanischen Kultkatze verfallen bin, sondern auch für andere gestandene Weibsbilder, was ein gutes Zeichen dafür ist, daß ich nicht völlig durchgeknallt bin – oder zumindest nicht allein.
Angefangen hat alles mit einer Geldbörse von der Oma vor ungefähr 20 Jahren (ach du Schreck!) und zieht sich seitdem wie ein rosaroter Faden durch mein Leben. Auch der Kitty-Vibrator der Krone-Kollegen konnte allerdings nicht wettmachen, daß Sanrio mir das Sponsoring meines Radtrikots verweigert hat (und so ein Girlie-Team in Pink hätte doch einfach einen famosen Werbeeffekt gehabt). Meine Liebe zu Kitty bleibt jedoch trotz dieses Tiefschlags ungebrochen und aufrichtig.
In diesem Sinne: お誕生日おめでとう, Hello Kitty!
PS: Leseempfehlung am Rande: 10 Questions for Yuko Yamaguchi (Hello Kitty’s designer) here and here
Der Singlespeeder ist eigentlich mein „Restl-Fahrrad“. Der Rahmen mein alter Renner, der nur, weil er nach der „Skelettierung“ so traurig beim Zacki am Wohnzimmerfußboden lag und mein Herz erweichte, überhaupt noch lebt. Alte Laufräder aus dem Keller dran geschraubt, unglaublich schwer natürlich, wurde er zum Stadtrad. Immer ein wenig stiefmütterlich behandelt, stand schon mal den ganzen Tag draußen im Regen, hat Nächte allein auf der Straße verbracht, wurde mit hinnigem Lenkerband gefahren und genoß wenig Zuneigung. Nichtsdestotrotz wurde er von allen meinen Rädern am meisten gefahren. Und plötzlich wuchs die Liebe. Spätestens nachdem er mich 7 Stunden lang treu ums Cyclodrom getragen hatte, stand der Entschluß fest: Das Cube gehört gepimpt! Inzwischen ist aus dem häßlichen Entlein ein fast schon schöner Schwan geworden. Und eine Herzensangelegenheit. Der Rahmen gehört noch neu gefärbt, aber dann wird auch der SSP nie wieder im Schatten stehen müssen.
Seit 90 Jahren produziert das belgische Unternehmen Helme für Straßen- und Mountainbikefahrer. Mit dem „Urbanize N’ Light“ wendet sich Lazer Helmets nun erstmal – und das auf recht coole Weise – an die stilsicheren Urban Riders.
Abgesehen von recht lässigem Design verfügt der Helm über eine integrierte Beleuchtung. Das bedeutet nie wieder gestohlene, weil am Rad vergessene Frösche oder im Dunkeln heimradeln, weil man die Knog Frogs versehentlich erst gar nicht eingepackt hat.
Die LEDs können übrigens bei Bedarf einfach aus- und wieder eingebaut, resp. ersetzt werden.
Kostenpunkt des in acht Farben erhältlichen Helmes: $100 (oder $80 ohne Licht).
Das nahezu komplett aus Karbon bestehende „Fitness Tool wie auch Möbelstück“ (laut Designer) wurde just in Mailand ausgestellt und stammt aus der Schmiede von Luca Schieppati. Sieht schon hübscher aus als ein Daum. Da muß man halt auf ein paar Features verzichten.
Eigentlich ist die Sache viel zu ernst, um mit so einer Aussage zu starten, aber was soll’s: „Besonders einladend sieht das Logo ja nicht gerade aus“. Logos sprechen nämlich. Leise? Lautlos, ja, aber nicht leise. Glücklicherweise (für sie) können sie nicht weinen. Oder sich beschweren.
Heute beginnt in Genf die umstrittene Antirassismuskonferenz der Vereinten Nationen. Schon ihre Vorgängerin 2001 im südafrikanischen Durban war kein Erfolg, weil sie von der einseitigen Verurteilung Israels geprägt war; die schlimmste Form des Rassismus, so wurde festgestellt, sei Kritik an der islamischen Religion. Und weil sich für diese Woche ein ähnlich einseitiges Weltbild abzeichnet, sagten in den letzten Tagen die USA, Israel, Kanada, Australien, Italien, die Niederlande und gestern auch Deutschland ihre Teilnahme in Genf ab.
Nun möchte ich nicht zu viel in das Logo dieser „Konferenz der leeren Stühle“ (Tagesspiegel) hinein interpretieren. Daher zitiere ich einfach mal seine von offizieller Seite geäußerten Attribute mit eigenen Worten.
Das Logo
• zeichnet schwarz-weiß
• ist ein Schritt zurück
• manifestiert unvereinbare Positionen