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Frauenprobleme

Dezember 5, 2009 · 2 Kommentare

Nee, eigentlich gar nicht. Angeregt durch den Herrn Rennradfahrer machte ich mir Gedanken um den Bike-Kauf aus Sicht einer Frau und kam zu dem Schluß, daß mich eigentlich die typischen Frauenprobleme, sprich falsche Geo und zu große Rahmenhöhe, kalt lassen. Was mich nicht kalt läßt, sind Frauenbikes. Also doch ein Frauenproblem?

Aber der Reihe nach.

Ja, ich bin klein. Mit nicht einmal 1,60 m schwing’ ich mich natürlich nicht auf einen 52er oder 54er Rahmen. Meine stilsichere Vorliebe für italienisches Material hingegen bringt mich auf die sichere Seite. Italiener sind klein, glauben das von allen anderen auch, und bauen ihre Wiliers z.B. schon ab XS (48 cm).

Desweiteren habe ich das Glück, daß ich im Verhältnis zu meinem Oberkörper recht lange Beine habe, was mir bei der Geometrie entgegen kommt. Kleiner Lenker (36er von Specialized), kurzer Vorbau – und geht schon.

Fazit: Ich passe auf Herrenbikes mit dezenten Modifikationen. Aber Rennräder kauft man ja eh in Teilen. Ich zumindest.

Bei meiner Radsuche (als Typ „Sammler“ suche ich recht häufig) sind mir natürlich auch schon spezielle Damenräder untergekommen. Die jedoch sind IMHO zum einen totaler Marketing-Nepp, und zum anderen sowas von häßlich und degradierend, daß man sich damit ja nirgends sehen lassen kann.

Tiefes Oberrohr? Klar, hatte meine Oma auch.
Blümchendekor? Damit wirkt man beim Glocknerkönig sicher wie ein ernstzunehmender Gegner.
Dreifachkurbel? Stylepolizei, bitte verhaften Sie den Besitzer.
Kompaktkurbel? Peinliche Entschuldigung für zu wenig Training.

Und beantworten Sie mir mal eine Frage: Warum kostet ein Alu-Damenrenner mit Shimano Sora (!) 1.500 Euro oder mehr, während ein genauso ausgestattetes Radl in der regulären Männervariante nicht einmal die Tausender-Schallmauer durchbricht (es sei denn, auf dem Rahmen steht Specialized, Kuota oder KTM – aber das ist ein andere Geschichte)? Wenn das keine Abzocke ist…

Irgendein geschickter Marketing-Dodel hat’s ersonnen und schon fährt die konsumgeile Radsportwelt darauf ab. Die Emanzen unter den Radfahrerinnen haben’s ja eh gern ein wenig individuell und vor allen Dingen „speziell auf die Bedürfnisse der weiblichen Anatomie abgestimmt“. Weil auf einem Herrenrad gibt’s ganz böse Kreuzweh, man kommt mit den kleinen Händchen nicht zu den Bremshebeln und sowie sitzt „Mann“ ganz anders am Radl als „Frau“. Eh klar. Wenn man’s nur oft genug sagt, glaubt’s auch jemand. In diesem Fall glauben’s genug, sonst würde das Angebot an floral bepinselten, mega-sloping designten, subklassisch ausgestatteten Rennern zu überhöhten Preisen nicht stetig wachsen.

Ich brauch’ keine „Damengeometrie“, obwohl ich mit meinen Körpermaßen in den Köpfen geifernder Produktmanager sicher zur Idealzielgruppe zählen würde. Selbst mir kurzem Menschlein paßt ein Herrenrad. Darüber sollte man resp. frau mal nachdenken, bevor Geld für einen Modetrend aus dem Fenster geworfen wird.

PS: Mein Mountainbike hat übrigens sogar einen M-Rahmen – ich mag nicht so „gestaucht“ sitzen…

PPS: Ich weiß, ich werde den Zorn einiger Leser auf mich ziehen, die versuchen werden, mich eines „Besseren“ zu belehren. Sorry, Leute, ich sag’ Euch schon jetzt: in diesem Punkt bin ich stur.

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The KONA Story

Dezember 4, 2009 · Kommentar schreiben

Wie der geneigte Leser meines Blogs weiß, habe ich mir vor geraumer Zeit, genauer gesagt Anfang Oktober, einen KONA Cyclocrosser bei einem deutschen Fahrradhändler namens „Antrieb.com“ bestellt. Tolles Schnäppchen, weil Vorjahresmodell, hübsche Farbe und noch viel besser: ihn gab’s in meiner Rahmengröße. Geld wurde überwiesen, Mitte Oktober bekam ich die Bestätigung, daß die Kohle am piefkinesischen Konto eingetroffen war, und hofte von da an, das neue Radl in Kürze in meinen Händen zu halten. Dem war allerdings nicht so. Antrieb.com rührte sich nicht mehr. Kein Mail, kein Anruf, nix. Nach zahlreichen Mails und Anrufen meinerseits dann eine Nachricht aus Dresden: Es gäbe den Crosser nicht mehr in der bestellten Farbe. Ob ich auch eine andere nehmen würde. Ich sagte sofort ja – „Wenn Sie das Bike denn nun endlich schicken!“. „Klar, kein Problem, nächste Woche sollte es bei Ihnen sein.“ ‘Nächste Woche’ war übrigens bereits die dritte (!) Novemberwoche, in der ich natürlich nicht zuhause war. Also Adresse ändern. Dann eben nicht in die Leitgebgasse, sondern in die Donaucity mit dem KONA! Egal, hauptsache es kommt. Die Hoffnung zerschlug sich jedoch schnell. Das einzige, was nach Wien kam, war meine Wenigkeit – mit dem Flieger aus dem piefkinesischen Fronturlaub. Also wieder bei Antrieb.com anrufen. Ja, sorry, es täte ihnen leid, aber KONA würde einfach nicht liefern. „Wie wär’s, wenn Sie mich über solche Schwierigkeiten INFORMIEREN würden?!“, pflaumte ich den Typ am anderen Ende der Leitung an. Meine Geduld war echt am Ende.

Es wurde Ende Novemvber – kein Cyclocrosser. Es wurde Anfang Dezember – kein Cyclocrosser. Und neuerding noch weniger Reaktion (kaum vorstellbar, aber wahr) von Antrieb.com. Ich setzte Deadlines. Wenn bis zum Datum xy, dann Anwalt. Es warat wegen der Kohle und so. Nix. Vorletzter Ausweg vor dem Einschalten meiner Rechtschutzversicherung ein Schreiben an die KONA Vertretung Austria in der Schweiz. Zwei Stunden nach Absenden meiner eMail Antwort von Frau Daniela Rainer:

Hallo Frau Stumpf,

herzlichen Dank für Ihre Email. Wir haben diesen Vorfall mit Antrieb.com abgeklärt und das Fahrrad wird umgehend zugeschickt. Es sollte somit bis spätestens Mitte nächster Woche dort ankommen. Könnten Sie mir nur bitte noch kurz die Grösse bestätigen, damit wir auch das richtige Fahrrad versenden. Antrieb hat uns versichert, dass er Ihnen das Bike dann sofort zukommen lassen wird.

Es tut mir leid, dass sich dieser Einkauf etwas schwierig gestaltet hat, hoffe aber, das hiermit die Abwicklung ohne weitere Probleme von statten gehen wird und Sie viel Freude mit dem Kona Dew Drop haben werden!

Sollten Sie weitere Hilfe benötigen oder Fragen haben, bitte wenden Sie sich jederzeit gerne an mich!

Herzliche Grüsse
Daniela

Daniela Rainer
Kona Distribution SA
www.konaworld.com

Merci, KONA. Auf Euch ist Verlaß.

Kategorien: Blabla · Sport
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Offener Brief

Dezember 3, 2009 · 1 Kommentar

Lieber Stadtschlampenmountainbiker von heute früh.

Ich hoffe, es hat Deinem Ego gut getan, einen Rennrad-Fahrer, der zudem eine Frau ist, und nur einen Gang am Radl hat, vier Mal an einer roten Ampel zu überholen. Da ist man schon echt cool und so richtig Pro-mäßig drauf, wenn man sich da vorbeizwängt, das irre Hupen von scharf bremsenden Autofahrern in Kauf nimmt und der blöden Schnecke in dem scheiß Radtrikot mal so richtig zeigt, wie der Hase läuft. Macht da einen auf Tour de France-Teilnehmer in der engen Spandex und mit den komischen Pedalen, die eigentlich gar keine sind.

Doof nur, daß „die blöde Schnecke“ keine 20 Sekunden brauchte, um den Rückstand, den sie sich aufgrund der Beachtung der Straßenverkehrsordnung eingehandelt hat, gut zu machen und sich bei zurückgelehnter Kadenz locker vor einem platziert. Aber hey, die nächste rote Ampel kommt bestimmt.

Ich hätte ja spätestens nach dem ersten Überholtwerden aufgegeben. Aber Du, mit Deinem unsagbaren Durchhaltevermögen, hast tapfer weitergemacht und es offenbar erst bei Versuch Nummer 4 so dermaßen degradierend gefunden, daß Du Dir, schwitzend, röchelnd, die Idee mit dem Handy (wichtiger Anruf und so) hast einfallen lassen. Smarter Junge. Das hat Dich gerettet. Du wurdest, zumindest beim letzten Mal – und das ist ja das einzige, das zählt – nicht überholt, Du hast überholen lassen. Paßt. Der Tussi hast Du’s gezeigt.

Spielen wir morgen wieder?

Kategorien: Alltag
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Die döfsten Erfindungen für’s Rad – Teil I

November 3, 2009 · 4 Kommentare

freie Rolle

Teufelswerk. Wer den Schmafu erfunden hat, hat Radfahrer gehaßt und ein Mordinstrument ersonnen, das sich als „Trainingsgerät“ tarnt und unbescholtenen, harmlosen, immer freundlichen, liebenswürdigen, braven Rennradlern (so wie ich einer bin) auflauert, um sie auf perfide Art und Weise umzubringen, während sie glauben, etwas Gutes, Profimäßiges für sich und ihre Winterfitness zu tun.

Bereits beim ersten Anblick des komischen Dings hätte ich wissen müssen, daß das nicht gut gehen kann. Aber leichtgläubig und wagemutig wie ich manchmal zu gleichen Teilen bin, hab’ ich’s natürlich ausprobieren müssen. Und es innerhalb weniger Sekunden, ehrlich gesagt schon beim Aufsteigen, bereut:

Das Rad, plötzlich um Minimum fünf Rahmengrößen gewachsen, wehrte sich bereits beim Aufsitzen seiner Besitzerin und gab sich bei den ersten Pedalrunden wackeliger als ein Milchzahn. Meine allerersten Fahrradfahrversuche anno dazumal waren stabiler!

Nach schätzomativ vier Kurbelumdrehungen, zahlreichen hysterischen Kreischern und vor meinem geistigen Auge aufblitzendem Gehirnmatsch am Parkett und knackenden Genickknochen am Couchtisch hatte und habe (!) ich genug.

Wozu um alles in der Welt soll eine freie Rolle denn bitte gut sein? Ich mag’s, ohne Angst Radfahren zu können. Streß auf’m Zweirad hab’ ich schon genug, wenn ich mich täglich durch den Stadtverkehr manövriere – da brauch’ ich nicht indoor auch noch Horrorszenarien deluxe.

Mein Renner gehört festgeschnallt. So, daß er nicht weg kann, wenn ich auf ihm sitze. Auch im Stehen nicht. Ich möchte mich in den Sattel schwingen können, ohne mich in einen Türrahmen einklemmen oder an irgendwas anderem festhalten zu müssen. Ich mag nicht von links nach rechts schwanken und ständig die Angst im Nacken spüren, plötzlich mit einem 40er durch’s Wohnzimmer zu preschen, weil ich durch einen ungewollten Schlenker die Rolle verlassen hab’.

Nennt mich Mädchen, nennt mich Schisser, nennt mich, was immer ihr wollt. Aber mein mich festhaltender Minoura Trainer hat in einer freien Rolle keine, aber auch keine Konkurrenz gefunden. Bin doch nicht verrückt.

Kategorien: Blabla · Sport
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Cyclocross, Baby!

Oktober 14, 2009 · 2 Kommentare

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Bin heute eine Menge Geld losgeworden – jedoch aus gutem Grund und mit einem breiten Grinser im Gesicht. Der lang ersehnte Crosser ist geordert! Seit Monaten raunze ich herum und liege allen, die nicht schnell genug weglaufen können, mit dem Wunsch nach einem Cyclocross-Rad in den Ohren. Problem bis dato: Rahmen entweder zu groß (hallo Ridley, es gibt auch Leben unterhalb von RH 51!) oder Bike schlichtweg zu teuer (sorry, 2.000 € ist für ein „Nebenbike“, das zumal Nummer sechs in der Zweiradsammlung ist, einfach nicht drin). Dank Kona lösten sich jedoch alle Troubles in Luft auf und demnächst steht oben abgebildete Schönheit in meinem ganz persönlichen Bikepark. Jetzt wird es definitiv Zeit für den dritten Michelangelo

Kategorien: Sport
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MonkeyLectricLicious

Juni 19, 2009 · 2 Kommentare

Ist das schick! Cyberpunked light writing bike. Oder so. Rockt jedenfalls. Aber mächtig.

Kategorien: Fixed Gear
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Bike Blogs

Juni 17, 2009 · Kommentar schreiben

Kategorien: Internet · Sport
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Lazer Urbanize N’ Light

Mai 22, 2009 · Kommentar schreiben

Urbanize_NLight_Black_Mat Seit 90 Jahren produziert das belgische Unternehmen Helme für Straßen- und Mountainbikefahrer. Mit dem „Urbanize N’ Light“ wendet sich Lazer Helmets nun erstmal – und das auf recht coole Weise – an die stilsicheren Urban Riders.

Abgesehen von recht lässigem Design verfügt der Helm über eine integrierte Beleuchtung. Das bedeutet nie wieder gestohlene, weil am Rad vergessene Frösche oder im Dunkeln heimradeln, weil man die Knog Frogs versehentlich erst gar nicht eingepackt hat.

Urbanize_NLight_White_Mat

Die LEDs können übrigens bei Bedarf einfach aus- und wieder eingebaut, resp. ersetzt werden.

Kostenpunkt des in acht Farben erhältlichen Helmes: $100 (oder $80 ohne Licht).

Händler in Ö
Händler in D

Kategorien: Freizeit · Sport
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Weil wir Dich lieben…. <3

Mai 5, 2009 · 1 Kommentar

Unglaublich herzige Aktion in Dänemark: Polizisten stoppen helmlose Radfahrer in der Innenstadt, nehmen sie mal fest in den Arm und geben ihnen dann Helme.

Brug cykelhjelm, fordi vi elsker dig…

Kategorien: In The News
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Ich will das. Jetzt.

April 5, 2009 · 1 Kommentar

contrail

Ich will das Contrail Biking Community Tool. Jetzt. SOFORT.

Contail ist ein kleines Tool, das man an der Sattelstütze des Radls befestigt, und das von dort eine feine Schicht Kreidestaub auf den Reifen „streut“. Das Ergebnis: Man hinterläßt beim Fahren auf der Straße in der Farbe seiner Wahl eine Spur. Das macht nicht nur grauen Asphalt hübscher, sondern ist auch noch ganz praktisch, um anderen befreundeten Bikern mitzuteilen, wo man gerade herumgefahren ist und wie man zum Beispiel von A nach B kommt.

contrail2-thumb1 Natürlich kommt die Idee aus den USA. Das Brooklyner Studio Gelardi hat Contrail im Zuge der Design21 Competition „Power To Pedal“ im letzten Jahr entwickelt. Mehr darüber gibt’s hier.

Jetzt muß ich nur noch herausfinden, wo’s das gibt, weil es würd’ sich am weißen Fixie einfach großartig machen. Rosa Spur, natürlich.

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Kategorien: Fixed Gear · Freizeit · Trend
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