So ist das zumindest bei den Vögeln. Wie Ornithologen jetzt in Australien beobachten konnten, verzichteten die Vögel, die bis ans Lebensende mit ihrem Partner zusammen sind, auf „optische Reize“. Das heißt keine Blumen für die Dame, kein buntes Federkleid zur Balzzeit. Ihre fremdgehenden Artgenossen hingegen versuchen ihre „außerehelichen“ Aktivitäten mit grellen Farben und kleinen Geschenken wettzumachen. Erinnert mich jetzt irgendwie an „schlechtes Gewissen“. So ein bißchen zumindest. Und ist natürlich nur bei Vögeln so. Oder? Weil so kleine Liebesbezeugungen wie zum Beispiel Blumen welche sind, sind ja eigentlich toll und entzückend. Vor allen Dingen dann, wenn „mann“ ganz von allein dran denkt und nicht die Rosen anschleppt, nachdem man ihm einen Tag zuvor vorgehalten hat, er brächte nie Blumen mit.
Anyway. Werde ich jetzt wegen dieser doofen Story bei Geschenken immer im Hinterkopf haben, daß „treue Männer“ das nicht tun, nicht notwendig haben? Topfen. Denk’ ich.
Ab sofort und angeregt durch das tägliche Medienbeowsing möchte ich eine neue Kategorie eröffnen: Super Symbolfotos. Den Start macht folgende Glanzleistung der Netzeitung:
Unglaublich herzige Aktion in Dänemark: Polizisten stoppen helmlose Radfahrer in der Innenstadt, nehmen sie mal fest in den Arm und geben ihnen dann Helme.
Eigentlich ist die Sache viel zu ernst, um mit so einer Aussage zu starten, aber was soll’s: „Besonders einladend sieht das Logo ja nicht gerade aus“. Logos sprechen nämlich. Leise? Lautlos, ja, aber nicht leise. Glücklicherweise (für sie) können sie nicht weinen. Oder sich beschweren.
Heute beginnt in Genf die umstrittene Antirassismuskonferenz der Vereinten Nationen. Schon ihre Vorgängerin 2001 im südafrikanischen Durban war kein Erfolg, weil sie von der einseitigen Verurteilung Israels geprägt war; die schlimmste Form des Rassismus, so wurde festgestellt, sei Kritik an der islamischen Religion. Und weil sich für diese Woche ein ähnlich einseitiges Weltbild abzeichnet, sagten in den letzten Tagen die USA, Israel, Kanada, Australien, Italien, die Niederlande und gestern auch Deutschland ihre Teilnahme in Genf ab.
Nun möchte ich nicht zu viel in das Logo dieser „Konferenz der leeren Stühle“ (Tagesspiegel) hinein interpretieren. Daher zitiere ich einfach mal seine von offizieller Seite geäußerten Attribute mit eigenen Worten.
Das Logo
• zeichnet schwarz-weiß
• ist ein Schritt zurück
• manifestiert unvereinbare Positionen
Jörg Haider, innig geliebter Landeshauptmann Kärntens und auch sonst ein politisch recht aktiver Mann, starb am 11. Oktober 2008 bei einem Autounfall. Gerüchte und Geschichten kamen schnell in Umlauf, in denen es heißt, Haider wäre sturzbetrunken (immerhin 1,8 Promille) hinterm Lenkrad gesessen. Eine Schmach für alle echten Fans, die als Antwort auf derartige Darstellungen sofort damit begannen, Verschwörungstheorien zu ersinnen.
„Die Bedrohung durch radikale Islamisten wird immer größer. Nun ist eine Liste mit potentiellen Terrorzielen in Österreich aufgetaucht. Aus dieser Terrorziel-Liste geht hervor, dass auch Landeshauptmann Haider bedroht wird, er gehört zu den gefährdeten Personen.“
Erst belächelt, machen sich jetzt allerdings auch erste Zweifler ihre Gedanken um den Wahrheitsgehalt dieses Statements. Vor allen Dingen nach dem jetzt veröffentlichten Bericht auf der Website der Islamistischen Föderation in Wien, die eine merkwürdige, nicht ganz unbedeutende Formulierung enthält:
„Am 11. Oktober 2008 wurde Jörg Haider bei einem Autounfall in Klagenfurt verunglückt.“